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Über die DHG

Das Logo der Berlinale (Schriftzug Berlinale in Handschrift von unten nach oben, daneben ein stiisierter, aufrecht stehender Bär mit ausgestreckten Vorderläufen)Berlinale-Gewinner 2017 „Die andere Seite der Hoffnung“
ab Do, 30.3. mit Audiodeskription im Kino

Audiodeskription für die Berlinale 2017

Geteilte Blicke – Blinde und sehende Menschen erleben Fotografie

 

Die Deutsche Hörfilm gemeinnützige GmbH (DHG) produziert seit 1998 Audiodeskription und ermöglicht so blinden und sehbehinderten Menschen einen barrierefreien Zugang zu visuellen Medien, Kunst und Kultur.

Hörbeispiel aus "Der talentierte Mr. Ripley":

Wir machen Filme (für TV, DVD, Kino und Festivals), Theater (Sprech-, Musik- und Tanztheater) sowie Ausstellungen und Stadtführungen durch akustische Bildbeschreibungen (Audiodeskription) barrierefrei zugänglich.

Durch Audiodeskription wird aus einem Film ein blindengerechter "Hörfilm". Die Audiodeskription beschreibt zentrale Handlungselemente, sowie Kostüme, Gestik, Mimik und Dekors - dies alles knapp, präzise und lebendig. Die Bildbeschreibungen werden in die Dialogpausen eingesprochen.

Arbeitsschwerpunkte der DHG sind die Vergrößerung des Hörfilm-Angebots sowie die Erschließung weiterer Segmente des kulturellen Lebens für blinde und sehbehinderte Menschen.

Für ihre Arbeit im Bereich "Audiodeskription im Kino" wurde die DHG mit dem Innovationspreis der Beauftragten für Kultur und Medien (BKM) ausgezeichnet.

Kooperationspartner sind u.a. ZDF, SWR und die Internationalen Filmfestspiele Berlin.

In zahlreichen Pilotprojekten hat die DHG die Entwicklung des Mediums Audiodeskription vorangetrieben und Standards gesetzt für die barrierefreie Gestaltung von Kultur für nichtsehende Menschen.

Seit 1998 haben wir ca. 4.000 Filme mit Audiodeskription versehen, u.a. "Slumdog Millionaire" und "The King's Speech". Zu den von der DHG vorgestellten Innovationen gehören u.a. die ersten DVDs mit Audiodeskription in Europa ("La Strada", 1999) und die ersten akustisch unterlegten DVD-Menüs.

Hinzu kamen zukunftsweisende Aufführungen im Kino (1999 erste Hörfilm-Aufführungen bei der Berlinale), mit digitalen Techniken (Berlinale 2004: Dolby, Berlinale 2005: DTS) sowie die Hörfilm-Kino-Tour des Films "Die Blindgänger" (3.037 Besucher in 42 Aufführungen mit Audiodeskription bundesweit).

Die DHG bildet aus im Bereich Filmbeschreibung / Audiodeskription.

Der Arbeitsbereich „Hörfilm-Nutzerservice“ wurde zum 1. Oktober 2014 in das Projekt „Nutzerservice für blinde und sehbehinderte TV-Teilnehmer“ ausgelagert, das der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBS) mit Unterstützung der Deutschen Hörfilm gGmbH (DHG) und dem Allgemeinen Blinden- und Sehbehindertenverein Berlin (ABSV) betreibt. Hier erhalten blinde und sehbehinderte Nutzer Unterstützung in allen technischen und praktischen Fragen zur Hörfilm-Nutzung (Klärung von Fragen zum Hörfilm-Empfang, Zugang zu Programminformationen).

In Deutschland leben 2004 nach Erhebungen der Weltgesundheitsorganisation WHO rund 165.000 blinde und etwas mehr als eine Million sehbehinderte Menschen. Neuere Zahlen sind nicht verfügbar, da keine statistische Erfassung der Anzahl blinder und sehbehinderter Menschen erfolgt. Audiodeskription vergrößert ihre Möglichkeiten zu kultureller Teilhabe in allen Segmenten des öffentlichen Lebens. Filme sind für blinde ebenso wie für sehende Menschen ein zentrales Unterhaltungsmedium.

Die DHG ist eine Tochterorganisation des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbands (DBSV).