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Audiodeskription zur Berlinale 2016

Berlinale-BärFür drei Filme des Filmerbes in vier Aufführungen bietet die Deutsche Hörfilm gGmbH (DHG) zur Berlinale 2016 Audiodeskription an: „Der junge Törless“ (Schlöndorff), „Abschied von gestern“ (Kluge), Mahlzeiten“ (Reitz).

Die drei Filme sind 1966 entstanden, sie sind allesamt Erstlingsfilme von Regisseuren, die den jungen deutschen Film und die Entwicklung des deutschen Films maßgeblich geprägt haben: Alexander Kluge, Edgar Reitz, Volker Schlöndorff.

Als Bestandteil der Reihe „66“ der „Retrospektive“ bieten die drei Filme erstmals einen breiteren barrierefreien Einblick in das Filmerbe, das in dieser Sektion gepflegt wird.

Das Engagement der DHG für den barrierefreien Zugang zum Filmerbe im Rahmen der Berlinale wird unterstützt von der Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen.

Die DHG produziert seit 1999 Audiodeskription für die Internationalen Filmfestspiele Berlin.

Das Programm mit Audiodeskription:

Kurzinfos zu den einzelnen Filmen siehe unten.

Ticketbestellung und Kopfhörerreservierung

Kurzinfos zu den Filmen:

ABSCHIED VON GESTERN

BRDeutschland 1966, Spielfilm, 88 Min.
Buch und Regie: Alexander Kluge
Nach Alexander Kluges Erzählung "Anita G." aus dem Band "Lebensläufe"
Kamera: Thomas Mauch, Edgar Reitz
Darsteller: Alexandra Kluge, Hans Korte, Alfred Edel, Fritz Bauer u.a.

Inhalt: 1937 in Leipzig als Kind jüdischer Eltern geboren, flüchtet die ehemalige Telefonistin Anita G. in den sechziger Jahren aus der DDR in den Westen. Sie findet eine Stelle als Krankenschwester. Als sie nach dem Diebstahl einer Strickjacke mit einer Bewährungsstrafe davonkommt, zieht Anita in eine andere Stadt. Sie nimmt eine Stelle als Vertreterin einer Plattenfirma an und fälscht dort Auftragsformulare. Sie lebt über ihre Verhältnisse, wird die Geliebte ihres Chefs, der sie jedoch bald fallen lässt und sie verleumdet. Unschuldig des Diebstahls bezichtigt, verliert Anita auch ihren nächsten Job als Zimmermädchen. Dann stellt sie fest dass sie schwanger ist ….

 

MAHLZEITEN

BRDeutschland 1966/1967, Spielfilm, 94 Min.
Regie: Edgar Reitz
Regie-Assistenz: Ula Stöckl
Drehbuch: Edgar Reitz, Alexander Kluge (Beratung), Hans Dieter Müller (Beratung)
Kamera: Thomas Mauch
Musik: Maurice Ravel

Inhalt: Das Spielfilmdebüt von Edgar Reitz erzählt von der Fotografin Elisabeth und dem Medizinstudent Paul – sie begegnen sich, heiraten, bekommen das erste Kind. Krisen bahnen sich an, dennoch kommt ein Kind nach dem anderen zur Welt.
Paul gibt sein Studium auf, verschwindet auf der Suche nach sich selbst, kehrt wieder zurück. Noch ein Kind wird geboren, doch die Probleme der beiden bleiben bestehen. Die einzige Basis, auf der sie noch zusammenkommen, sind die "Mahlzeiten", sind kurze Gespräche, Spiele, Partys und Sex.

 

DER JUNGE TÖRLESS
BRDeutschland / Frankreich 1965/1966, Spielfilm, 87 Min.
Buch und Regie: Volker Schlöndorff
Künstlerische Oberleitung: Louis Malle
Adaption: Herbert Asmodi, nach Robert Musils Roman "Die Verwirrungen des Zöglings Törleß"
Musik: Hans Werner Henze
Darsteller: Mathieu Carrière, Marian Seidowsky, Bernd Tischer, Fred Dietz u.a.

Inhalt: Österreich-Ungarn, Anfang des 20. Jahrhunderts. Der Schüler Törless geht auf ein Internat, das vorwiegend von jungen Männern aus gehobenen Familien besucht wird. Unter den Schülern herrscht eine strikte Hierarchie, die sich in vielfältigen Formen der Demütigung niederschlägt. Als Törless und drei seiner Mitschüler erfahren, dass ihr jüdischer Mitschüler Basini wegen Spielschulden zum Dieb geworden ist, nutzen sie dieses Wissen aus, um ihn systematisch zu quälen und zu erniedrigen.

Nach dem Roman von Robert Musil.