Wer wir sind und was wir machen
Die Deutsche Hörfilm gGmbH (DHG) erschließt visuelle Medien für Blinde und Sehbehinderte. Wir machen Fernsehen und Kino, Video und DVD sowie Theater durch akustische Bildbeschreibungen (Audiodeskription) für Nichtsehende zugänglich.
Audiodeskription macht aus einem Film einen blindengerechten Hörfilm: Akustischen Untertiteln vergleichbar, beschreibt eine Audiodeskription in knappen Worten zentrale Elemente der Handlung sowie Gestik, Mimik und Dekors. Die Bildbeschreibungen werden in den Dialogpausen eingesprochen.
In Deutschland leben 155.000 blinde und 500.000 sehbehinderte Menschen. Sie nutzen Filme ebenso wie Sehende als zentrales Unterhaltungsmedium. Audiodeskription ermöglicht ihnen kulturelle Teilhabe.
Die DHG ist Nachfolgerin des "Projekts Hörfilm" des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbands (DBSV). Der DBSV ist Alleingesellschafter der DHG.
Arbeitsschwerpunkte der DHG sind die Vergrößerung des Hörfilm-Angebots, ein Info-Service für die Nutzer sowie die Erschließung weiterer Segmente des kulturellen Lebens für blinde und sehbehinderte Menschen.
Die DHG bildet aus im Bereich Filmbeschreibung / Audiodeskription.
Kooperationspartner sind u.a. ZDF, Kinowelt Home Entertainment und die Internationalen Filmfestspiele Berlin.
Die DHG treibt die Entwicklung der Audiodeskription durch vielfältige Impulse konsequent voran. Seit 1998 haben wir ca. 1.200 Filme mit Audiodeskription versehen. Zu den von der DHG vorgestellten Innovationen gehören u.a. die ersten DVDs mit Audiodeskription und die ersten akustisch unterlegten DVD-Menüs. Für DVD haben wir u.a. Audiodeskriptionen für "Slumdog Millionaire" und "The King's Speech" produziert.
Hinzu kamen zukunftsweisende Aufführungen im Kino (1999 erste Hörfilm-Aufführungen bei der Berlinale), mit digitalen Techniken (Berlinale 2004: Dolby, Berlinale 2005: DTS) sowie die Hörfilm-Kino-Tour des Films "Die Blindgänger" (2.953 Besucher in 42 Aufführungen bundesweit mit Audiodeskription).
Für das Projekt "Audiodeskription im Kino" wurde die DHG mit dem Innovationspreis der Beauftragten für Kultur und Medien (BKM) ausgezeichnet.
