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Zwei Nominierungen zum Deutschen Hörfilm-Preis 2021 für Audiodeskriptionen der Deutschen Hörfilm gGmbH

Kategorie Kino

PORTRÄT EINER JUNGEN FRAU IN FLAMMEN
Portrait de la jeune fille en feu
F 2018-19, Drama, Regie: Céline Sciamma

Eingereicht von ALAMODE FILM und Deutsche Hörfilm gGmbH

Inhalt
Auf einer abgelegenen Insel in der Bretagne wird Ende des 18. Jahrhunderts die Pariser Malerin Marianne (Noémie Marchant) von einer verwitweten Gräfin beauftragt, das Hochzeitsporträt ihrer Tochter zu zeichnen. Keine einfache Aufgabe, denn die künftige Braut und ehemalige Klosterschülerin Héloïse (Adèle Haenel) rebelliert gegen die arrangierte Ehe und will nicht Modell stehen. So bleibt Marianne nichts anderes übrig, als ihren Auftrag im Geheimen umzusetzen. Sie beobachtet Héloïse während ihrer Spaziergänge an der Meeresküste genau, um sie später aus dem Gedächtnis heraus zu zeichnen. Doch je mehr Zeit die beiden Frauen miteinander verbringen, je tiefer sie sich dabei in die Augen sehen, desto näher kommen sie sich ...

Szene aus dem Film: Gräfin,
 Malerin und Tochter an der menschenleeren Atlantikküste,
 aus großer Entfernung aufgenommen  / Foto: © ALAMODE FILMDISTRIBUTION oHG

Foto © ALAMODE FILMDISTRIBUTION oHG


Begründung
Der Film „Porträt einer jungen Frau in Flammen“ stellte eine anspruchsvolle Herausforderung an die Audiodeskription dar. Die zentrale Aufgabe der Bildbeschreibung bestand darin, die Annäherung der Protagonistinnen – erzählt über die Dynamik von Blicken und Begehren - sensibel mit zu zeichnen und dabei die vielfältigen Verweisebenen der komplex angelegten Erzählung einzuflechten.

Dabei stand der künstlerische Prozess des Porträtierens bzw Abbildens auf zwei Ebenen im Mittelpunkt: in der Handlung durch die Hand der Malerin, ihre Zeichnungen und Gemälde, und auf der formalen Ebene durch die Kamera, die ihre Protagonistinnen und die Natur in Gemäldeartigen Arrangements festhält. Hinzu kommen die Bilder, die die Protagonistinnen sich voneinander machen. Bilder, die verworfen und umgestaltet werden, wie auch die Malerin ein Porträt zerstört und ein neues beginnt.

Diese Erzähl- bzw Verweisebenen waren deskriptiv zu vermitteln, jeweils als eigener sich entwickelnder Strang, sowie in ihren Verflechtungen miteinander. Dekors und Kostüme erforderten in ihrer Schlichtheit eine konzentrierte wie bildstarke Deskription, dies gilt ebenso für die Intimität der erotischen Szenen sowie für die visuelle Opulenz der Landschaftspanoramen. –

Die Audiodeskription entstand als Weiterbildungsprojekt der Deutschen Hörfilm gGmbH.

 


 

Kategorie : Filmerbe

DER GARTEN DER FINZI CORTINI
Il giardino dei Finzi-Contini
Italien / BRD 1970, Drama, Regie: Vittorio De Sica

Eingereicht von CCC Filmkunst GmbH

Inhalt
In den späten 1930er Jahren gehört die jüdische Familie der Finzi Contini zur Aristokratie der italienischen Stadt Ferrara. Die erwachsenen Kinder Alberto und Micol vertreiben sich die Zeit im Freundeskreis mit Tenniswettkämpfen und Feiern, ohne sich um die besorgniserregenden politischen Geschehnisse zu kümmern. Zum Freundeskreis gehört auch Giorgio, der einer ärmeren jüdischen Familie entstammt und sich in die hübsche Micol verliebt hat. Micol weist ihn trotz eigener Zuneigung ab, da sie sich zwischen mehreren Männern hin- und hergerissen fühlt. Die Liebe bleibt unerfüllt, die Familie jedoch gerät zunehmend in die Mechanismen der faschistischen Politik. -  

Die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Giorgio Bassani gewann 1971 den Goldenen Bären der Berlinale und 1972 den Oscar für den besten fremdsprachigen Film.

Audiodeskription: Deutsche Hörfilm gGmbH

Szene aus dem Film: Micol,
 Alberto,
 Giorgio und ein weiterer junger Mann,
 alle in eleganter weißer Freizeitkleidung,
 die Männer auf Fahrrädern,
 stehen vor einem schniedeeisernen Zaun. / Foto: © CCC Filmkunst GmbH

Foto: © CCC Filmkunst GmbH

 

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