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Deutscher Hörfilmpreis 2021 in der Kategorie „Filmerbe“ an DHG-Produktion: „Der Garten der Finzi Contini“

Die Verleihung des Deutschen Hörfilmpreises 2021 wird am 16.Juni aus Berlin per Livestream übertragen. Und der erste Gewinner steht bereits fest: Die ADele in der neu geschaffenen Kategorie „Filmerbe“ geht an CCC Filmkunst für die herausragende Audiodeskription von „Der Garten der Finzi Contini“. Vittorio de Sicas Drama wurde 1972 mit dem Oscar für den besten fremdsprachigen Film ausgezeichnet.

Die Audiodeskription wurde produziert von der Deutschen Hörfilm gGmbH, zum Team gehörten Evelyn Sallam und Holger Stiesy (Filmbeschreibung), Rahel Wusterack (Redaktion), Gabi Brennecke (Tonregie), Volker Pannes (Ton), Marina Behnke (Sprecherin) und Martina Wiemers (Produktionsleitung).

Die Jury des Deutschen Hörfilmpreises zeichnet herausragende Hörfilmproduktionen in den fünf Kategorien Kino, Dokumentation, TV/Mediatheken/Streamingdienste, Filmerbe und Kinder-/Jugendfilm aus. Der sehbehinderte Vorsitzende Hans-Joachim Krahl wird dabei von zwei blinden Jury-Mitgliedern unterstützt – Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbandes VDK, und DBSV-Präsidiumsmitglied Peter Brass. Zur Jury gehören zudem die Produzentin, Regisseurin und Schauspielerin Feo Aladag, die Produzentin Dr. Alice Brauner, Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth, die Schauspielerin und Regisseurin Brigitte Grothum, der Schauspieler Roman Knižka, der Journalist Lars-Olav Beier und Reinhard Glawe von der Bert Mettmann Stiftung.

Aus der Begründung der Jury, warum die Entscheidung in der Kategorie „Filmerbe“ für „Der Garten der Finzi Contini“ fiel:

„Vittorio de Sica nimmt den Zuschauer in seinem Filmklassiker mit in die Aristokratie der italienischen Stadt Ferrara in den 30er Jahren. (…) Mit viel Feingefühl gelingt es der Hörfilmfassung den Garten der Familie als paradiesisches Refugium vor dem Hintergrund des immer stärker werdenden Antisemitismus erlebbar zu machen. (…) Trotz der hohen Dialogdichte findet das AD-Team bildreiche Formulierungen, die die oft ambivalenten Emotionen berücksichtigen.“