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Hörfilmkino im Kleisthaus 2016

Die Reihe "Hörfilmkino im Kleisthaus" ist eine Kooperation der Deutschen Hörfilm gGmbH mit der Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen.

Grußwort

Portraitfoto V. Bentele - Foto: Tom MalesaSehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kinofreunde,

Kino ist toll. Aber Filme sind mehr als ein kurzweiliger Zeitvertreib. Sie sind ein Teil unseres kulturellen Gedächtnisses und ein Motor für gesellschaftliche Visionen. Denn gutes Kino informiert, emotionalisiert und inspiriert. Es lässt uns die Welt durch andere Augen sehen – und ist so ein Stück Teilhabe über die persönlichen Grenzen hinaus.

Für das barrierefreie Kino im Kleisthaus gilt dies in ganz besonderer Weise. Untertitel sowie über Kopfhörer oder Induktionsschleife verstärkter Ton und Audiodeskription machen Filme für viele Menschen zugänglich, die sie sonst nicht erfassen könnten. Spannende Expertengespräche zum Filmprogramm runden den Kinoabend ab. Mit einem Getränk und einem Snack in geselliger Runde macht das doppelt Spaß. Das ist fast so, als wären die Vitamine am Ende doch im Schokopudding statt im Spinat.

Inklusion bewegt. In diesem Sinne:
Viel Vergnügen!

Ihre
Verena Bentele
Behindertenbeauftragte der Bundesregierung

 

 


Zurückliegende Vorführungen


Foto: © Isabella Gresser - Byung-Chul Han,
 am Schreibtisch sitzend,
 von der Seite vor dunkelgrauem Hintergrund fotografiert,
 auf Laptop-Tastatur tippendMI | 13. JULI 2016 | 19 UHR

Müdigkeitsgesellschaft

Deutschland 2015, Essayfilm, 61 Min., Buch/Regie/Kamera: Isabella Gresser

Freigegeben ohne Altersbeschränkung

Der poetische Dokumentarfilm der Künstlerin Isabella Gresser portraitiert den in Berlin lehrenden Star-Philosophen Byung-Chul Han. In seinem in 18 Sprachen übersetzten Werk „Die Müdigkeitsgesellschaft“, beschreibt Han die Pathologie unserer heutigen Gesellschaft: Psychische Erkrankungen wie Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom oder Burn-out gehören zu den Begleiterscheinungen von Globalisierung und Digitalisierung.
Der mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Film umkreist das Phänomen der Müdigkeit und ihre gesellschaftlichen Symptome. Er macht zudem den kaum in der Öffentlichkeit auftretenden, zurückgezogen lebenden Philosophen fassbar und wirft die Frage auf, wie wir heute leben wollen.

Im Anschluss Publikumsgespräch mit Isabella Gresser, Regisseurin und bildende Künstlerin, Berlin

Audiodeskription: Deutsche Hörfilm gGmbH


Foto: © Senator/Central - Der Regisseur und ein Rollstuhlfahrer auf einem Basketballfeld in einer Sporthalle vor leeren Publikumsrängen

DO | 09. Juni 2016 | 19 UHR | IM ANSCHLUSS PUBLIKUMSGESPRÄCH

Mein Weg nach Olympia

FSK 0

Für viele Athleten mit Behinderung sind die Paralympics das Ereignis überhaupt. Doch was treibt sie an? Was gibt ihnen die Kraft, physisch und psychisch an ihre Grenzen zu gehen? Nico von Glasow hat sich 2012 mit genau diesen Fragen beschäftigt.

Gut gelaunt, neugierig und mit viel Humor im Gepäck macht sich Deutschlands einziger kurzarmiger Regisseur auf, dem Geheimnis nachzuspüren. Rund um den Globus trifft er Sportler, die sich gerade auf die Paralympics in London vorbereiten. Er will sie besser verstehen lernen und sich damit gleichzeitig seiner eigenen Sportphobie stellen.

Bis September, wenn in Rio de Janeiro erneut das Olympische Flamme entzündet wird, ist es noch ein bisschen hin. Über die Wartezeit hilft diese Doku hinweg.

Audiodeskription: Deutsche Hörfilm gGmbH, im Auftrag von if…Productions

 


Filmausschnitt: Eine junge Frau schaut an einer verwitterten Altbaufassade herauf (s/w-Foto)DO | 12. MAI 2016 | 19 UHR | IM ANSCHLUSS PUBLIKUMSGESPRÄCH

 

Abschied von gestern

BRD 1966, Spielfilm in schwarz-weiß; 88 Minuten, Buch und Regie: Alexander Kluge,

FSK ab 16 Jahre

1937 in Leipzig als Kind jüdischer Eltern geboren, flüchtet die ehemalige Telefonistin Anita G. in den sechziger Jahren aus der DDR in den Westen. Sie findet eine Stelle als Krankenschwester. Als sie nach dem Diebstahl einer Strickjacke zu einer Bewährungsstrafe verurteilt wird, zieht Anita in eine andere Stadt. Dort findet sie Anstellung als Vertreterin einer Plattenfirma und fälscht Auftragsformulare. Sie lebt über ihre Verhältnisse, wird die Geliebte ihres Chefs, der sie jedoch bald fallen lässt und verleumdet. Unschuldig des Diebstahls bezichtigt, verliert Anita auch ihre nächste Anstellung als Zimmermädchen …

„Abschied von gestern“ ist das Erstlingswerk von Alexander Kluge, es basiert auf einer wahren Geschichte, die Kluge als Erzählung „Anita G.“ in seinem Band „Lebensläufe“ veröffentlichte. – Der Film erzählt facettenreich und unkonventionell, er markiert den Beginn des neuen deutschen Films im Jahre 1966.

Im Anschluss Publikumsgespräch.

Audiodeskription: Deutsche Hörfilm gGmbH

 

Filmausschnitt: Sitzender Soldat in Tarnkleidung,
 nachdenklich auf eine Wüstenpiste schauendDO | 7. APRIL 2016 | 19 UHR | IM ANSCHLUSS PUBLIKUMSGESPRÄCH

Zwischen Welten

Deutschland 2014, Drama, 103 Minuten, Regie: Feo Aladag

FSK ab 12 Jahre

Bundeswehrsoldat Jesper (Ronald Zehrfeld) meldet sich erneut zum Dienst in das krisengeschüttelte Afghanistan. Er erhält den Auftrag, mit seiner Truppe ein kleines Dorf vor den Taliban zu schützen. Dabei wird ihm der junge Tarik (Mohsin Ahmady) als Dolmetscher zur Seite gestellt. Jesper versucht mit Tariks Hilfe, das Vertrauen der Dorfgemeinschaft und der verbündeten afghanischen Milizen zu gewinnen – doch die Unterschiede zwischen den beiden Welten sind groß. Er steht immer wieder im Konflikt zwischen seinem Gewissen und den Befehlen seiner Vorgesetzten. Als Tarik, der von den Taliban bedroht wird, weil er für die Deutschen arbeitet, seine Schwester in Sicherheit bringen will, geraten die Dinge außer Kontrolle. - Regisseurin Feo Aladag drehte an Originalschauplätzen in Afghanistan.

Im Anschluss Publikumsgespräch mit Kai Köhler, Vorstand „Angriff auf die Seele“ e.V., Mitarbeiter in der Forschung des Psychotrauma-Zentrums des Bundeswehrkrankenhauses Berlin

Audiodeskription: Deutsche Hörfilm gGmbH, mit freundlicher Unterstützung des ZDF

 

Gustav Klimt: Bildnis Adele Bloch-Bauer I,
 1907. Öl,
 Silber und Gold auf Leinwand,
 140 × 140 cm (Ausschnitt)DO | 10. MÄRZ 2016 | 19 UHR | IM ANSCHLUSS PUBLIKUMSGESPRÄCH

Die Frau in Gold

USA 2015, Justiz-Drama 140 min., Regie: Simon Curtis

FSK ab 6 Jahre

Der Spielfilm erzählt die wahre Geschichte eines der kostbarsten Gemälde der Welt, das eine alte Dame gegen Ende ihres Lebens als ihren gestohlenen Besitz zurückfordert: Es ist die Geschichte des von Gustav Klimt gemalten Portraits von Adele Bloch-Bauer, später als „goldene Adele“ bezeichnet. Ihr Mann, der Kunstförderer Ferdinand Bloch-Bauer, hatte das Gemälde 1907 in Auftrag gegeben. Als die Nationalsozialisten an die Macht kamen, raubten sie Kunstsammlung der Familie. Erst 2006 nimmt die in den USA lebende rechtmäßige Erbin Maria Altmann im hohen Alter den Kampf um die Rückgabe des Bildes auf, das inzwischen zu den Höhepunkten des Wiener Belvedere gehört ...

Im Anschluss Publikumsgespräch mit Dr. Anna-Dorothea Ludwig, Moses Mendelssohn-Zentrum für europäisch-jüdische Studien, zum Thema Restitution

Audiodeskription: Deutsche Hörfilm gGmbH

 


Anmeldung

Bitte melden Sie sich zu den Vorführungen an.
E-Mail: kleisthaus@behindertenbeauftragte.de
Tel: 030 18 527-2648
Fax: 030 18 527-1871
kleisthaus.de/hoerfilmkino
facebook.com/behindertenbeauftragte
EINTRITT FREI

Kleisthaus, Mauerstraße 53, 10117 Berlin
Fahrverbindung:
U2 – Mohrenstraße (50m)
U2/U6 – Stadtmitte (barrierefrei)

Beschreibung des Fußwegs ab U-Bahnhof Mohrenstraße für Menschen mit Sehbehinderung:
Den Ausgang in östlicher Richtung nehmen (aus Richtung Zoologischer Garten/Potsdamer Platz vorn, aus Richtung Alexanderplatz/ Stadtmitte hinten). Sie stehen nun auf einer Mittelinsel auf der Mohrenstraße. nach links wenden (90°) und die Mohrenstraße überqueren, noch einmal nach links wenden und wenige Meter bis Ecke Mohrenstraße/ Mauerstraße gehen, dann rechts in die Mauerstraße abbiegen. nach dem Ende der Absperrung auf der linken Seite des Fußweges die Mauerstraße überqueren. Sie befinden sich jetzt vor einem würfelförmigen Neubau mit Arkaden: die Vertretung des Landes Thüringen. Nach rechts wenden; das nächste Gebäude nach den Arkaden ist das Kleisthaus.