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Hörbuch über den blinden Münchner Autor Norbert Stern in Vorbereitung

Heute vor 75 Jahren, am 21. Juli 1942, wurde der blinde Münchner Schriftsteller Norbert Stern aus seiner Wohnung verschleppt und in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Das jetzt erschienene Buch von Prof. Wolfgang Benz, "Als Blinder in Theresienstadt", dokumentiert Sterns Leben.

Die Deutsche Hörfilm gGmbH wird das Hörbuch zum Buch herausbringen, ergänzt um zeitgeschichtliches Material.

 

Kurzinfo zum Buch

"Als Blinder in Theresienstadt. Der Münchner Schriftsteller Norbert Stern"
von Wolfgang Benz

Der jüdische Schriftsteller und Gelehrte Norbert Stern (1881–1964) wurde am 21. Juli 1942 aus seiner Wohnung in der Münchner Kunigundenstraße in das Barackenlager Knorrstraße und von dort aufgrund seiner jüdischen Herkunft in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Er hatte Philosophie studiert, in Bern promoviert und war Generalsekretär des Verbands der deutschen Moden-Industrie. Seine Erfahrungen dokumentierte er in einem Tagebuch, das, obwohl nur in einem Fragment überliefert, eine einzigartige Quelle zur deutsch-jüdischen Geschichte ist.

Norbert Stern war blind, aber er „sah“ vielleicht deshalb mehr als andere. Seine Aufzeichnungen aus Theresienstadt geben ein sehr genaues Bild der inneren Widersprüche der jüdischen Zwangsgemeinschaft des Ghettos. Um böhmische und deutsche Juden in Dialog zu bringen, lernte der über 60-Jährige im Ghetto Tschechisch. Stern überlebte und kehrte im Juni 1945 nach München zurück.

Prof. Dr. Wolfgang Benz lehrte bis 2011 an der Technischen Universität Berlin und leitete dort das Zentrum für Antisemitismusforschung.

 

Wolfgang Benz: Als Blinder in Theresienstadt.
Der Münchner Schriftsteller Norbert Stern, Berlin 2017.

Die Druckfassung hat 64 Seiten, Preis: 8,90 €, erhältlich überall im Handel und im Webshop des Verlages Hentrich & Hentrich, www.hentrichhentrich.de

 

Das Hörbuch ist in Vorbereitung.