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Überall dabei - Das inklusive Filmfestival

überall dabei – Das inklusive Filmfestival der Aktion Mensch

Das fünfte Filmfestival der Aktion Mensch mit dem Titel "überall dabei" startet am 20. September 2012 in Berlin, Potsdam und Weimar. Es zeigt bis zum 8. Mai 2013 in 40 Städten in ganz Deutschland sechs ausgewählte Spiel- und Dokumentarfilme zur Inklusion von Menschen mit Behinderung. Die Deutsche Hörfilm gGmbH hat für diese Filme die Audiodeskription produziert.

Die Filme im Überblick:

 

Blind

Südkorea 2011
Regie: Ahn Sang-hoon, 111 Min.

Szene aus BlindInhalt: Ein Autounfall mit Fahrerflucht – doch zwei Menschen sind Zeugen der Szene: Die ehemalige Polizeistudentin Soo-ah, die erblindet ist, und der junge Gi-sub, der den Unfall gesehen haben will. Ein Ereignis, das kompliziert wird, da beide unterschiedliche Geschichten erzählen. Zuerst glaubt die Polizei der blinden jungen Frau nicht, doch sie beweist den Beamten, dass sie eine ebenso gute Zeugin ist wie ein Sehender.

„Blind“ mischt Elemente von Thriller und Drama und porträtiert einen Menschen mit Sehbehinderung, der seine Umwelt auf eigene Art wahrnimmt. Verfremdete Bilder drücken dabei die subjektive Perspektive der Heldin aus – was sie hört, riecht, fühlt oder wie sie sich an etwas erinnert.

 

Deaf Jam

USA 2011
Regie: Judy Lieff, 70 Min.

Szene aus Deaf JamInhalt: Zwei Sprachen, zwei Kulturen, ein Gedicht – das ist die Geschichte von Deaf Jam. Regisseurin Judy Lieff erzählt von der gehörlosen Schülerin Aneta aus New York, deren Eltern aus Israel eingewandert sind. Sie trifft in der Spoken Word Slam-Szene auf die hörende Tahani, eine Slam-Poetin, die aus Palästina stammt. Die beiden jungen Frauen bilden ein einzigartiges Performance-Duo, das die gerappte Lautsprache mit der Gebärdensprache verbindet. Der Film zeigt die Dynamik dieser Lyrik und beeindruckt mit der ausdrucksstarken Gestik und Mimik von Aneta und Tahani, die gemeinsam eine neue Form von Poesie erschaffen.

 

Die Kunst sich die Schuhe zu binden

Schweden 2011
Regie: Lena Koppel, 100 Min.

Szene aus Die Kunst...Inhalt: Alex verliert seinen Job am Theater und seine Freundin Lisa setzt ihn vor die Tür. Seine einzige Chance: ein Job als Assistent bei einer Gruppe von Menschen mit geistiger Behinderung. Die langweilen sich mit der Routine und den Kursen, in denen sie bloß lernen, ihre Schuhe zu schnüren. Alex bricht die Starre in der Einrichtung auf und lernt Leif, Kristina und die anderen als Individuen mit Träumen, Talent und Temperament kennen. Und dann motiviert er die Gruppe, bei einer Talentshow im Fernsehen aufzutreten…
„Die Kunst sich die Schuhe zu binden“ basiert auf der wahren Geschichte des Glada Hudik Theaters, das in Schweden und international Erfolge feierte. Die Besetzung des Films besteht aus Mitgliedern der Theatergruppe.

 

Mensch 2.0 Die Evolution in unserer Hand

Deutschland/Schweiz 2012
Dokumentarfilm, Regie: Alexander Kluge und Basil Gelpke, 110 Min.

Szene aus Mensch 2.0Inhalt: Was ist der Mensch? Wird aus ihm zukünftig eine Maschine? Was ist Bewusstsein und was künstliche Intelligenz? Die Regisseure besuchen Robotiker, Neurologen und Ärzte. Roboter als Ebenbild des Menschen, als Hilfe im Alltag oder gar als neuer Körper? Einige Forscher meinen, dass sich Mensch und Maschine weiter verbinden. Mit Folgen für das Selbstverständnis des Menschen, für die Kommunikation, aber auch ganz konkret für die Pflege. Etwa, wenn Robo-Hunde über ältere Menschen wachen oder ein Exo-Skelett Menschen mit Querschnittslähmung wieder Kraft verleiht, um zu gehen. Die Frage, was den Menschen ausmacht, ist Kern des Films. Trotz unterschiedlicher Antworten – einig sind sich alle Wissenschaftler: das Jahrhundert der Biotechnologie verändert den Menschen wie nie zuvor.

 

Rachels Weg. Aus dem Leben einer Sexarbeiterin

Australien 2011
Dokumentarfilm, Regie: Catherine Scott, 72 Min.

Szene aus Aus dem Leben einer SexarbeiterinInhalt: Rachel trifft John. Doch dies ist kein normales Rendezvous. Die Australierin Rachel arbeitet als Prostituierte – sie besucht John, der Multiple Sklerose hat und seinen Rollstuhl mit dem Kinn steuert. Rachel Wotton hat sich spezialisiert auf Klienten, die lange Zeit übersehen wurden: Menschen mit Behinderung. Der Film folgt Rachel zu ihren Kunden und begleitet sie bei ihrer politischen Arbeit, mit der sie Anerkennung fordert: Sexarbeiter sind keine Opfer, ihre Arbeit verdient Anerkennung wie jede andere auch. Und: Menschen mit Behinderung wollen ihre sexuellen Bedürfnisse ausleben, müssen dies aber auch können.

 

Zwillingsbrüder. 53 Szenen einer Kindheit

Schweden 2011
Dokumentarfilm, Regie: Axel Danielson, 80 Min.

Szene aus ZwillingsbrderInhalt: Gustav und Oskar – Zwillinge aus Südschweden, die viel gemeinsam haben und doch unterschiedlich sind. Beide mit blondem Haar und blauen Augen, aber unverwechselbar: Gustav ist groß, Oskar kleinwüchsig. Regisseur Axel Danielson hat die Brüder zehn Jahre mit der Kamera begleitet und so ein ungewöhnliches Porträt gefilmt. In 53 Szenen erzählt er chronologisch, was Oskar und Gustav bis zum Alter von 19 Jahren erleben. Er begleitet sie auf der Suche nach ihrer Identität – ob als Kinder beim Fußballspielen, beim Streit mit ihrer Mutter als Jugendliche, beim Arzt oder Breakdancen und Radfahren. Ein Film über die Geheimnisse, Offenheit und den Schmerz in der Kindheit.

 

Städte und Spielorte

Ausführliche Hinweise zu Filmvorführungen und Rahmenprogramm für alle Städte und Spielorte des Filmfestivals >überall dabei< finden Sie auf der Homepage der „Aktion Mensch“ unter „Filmfestival“, „Städte und Spielorte“.

 

Im Folgenden die aktuellen Termine der Filmvorführungen in Potsdam, Berlin und Weimar:

Aktuelle Termine

Potsdam, 20. – 23. September 2012

Berlin, 20. – 26. September 2012

Weimar, 20. – 26. September 2012