Kinofilm "Renn wenn Du kannst" mit Audiodeskription
Hörfilmfassung des Dokumentarfilms "Blindsight"
Internationale Filmfestspiele Berlin
Hörfilme auf der Berlinale 2008
Hörfilm-Kino-Tour "Die Blindgänger"
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Premiere in Berlin: Aufführungen mit offener Audiodeskription
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Infos zum Film „Renn wenn du kannst“
D/A 2009, Drama, 90 Min.
Regie: Dietrich Brüggemann
Buch: Anna Brüggemann, Dietrich Brüggemann
Darsteller: Jörg Bundschuh, Robert Gwisdek, Jacob Matschenz, Anna Brüggemann u.a.
Ben ist schlagfertig, erzählt gern wilde Geschichten und sitzt im Rollstuhl. Seine Traumfrau ist wunderschön, sie radelt jeden Tag an Bens Wohnung vorbei und hat einen Cellokasten auf dem Rücken. Doch weil solche Mädchen sich nie im Leben in Rollstuhlfahrer verlieben, kommt die Liebe für Ben nicht in Frage. Das erklärt er zumindest seinem Zivi Christian, den er mit Vorliebe durch die Gegend scheucht.
Christian ist ein netter Typ, der das Leben leicht nimmt. Die beiden Jungs werden schnell Freunde. Bis eines Tages die junge Cellistin Annika in ihr Leben tritt und beide sich in sie verlieben. Ihre Freundschaft wird auf eine harte Probe gestellt.
Annika kann sich nicht entscheiden. Sie mag Christian und seine Verspieltheit, aber eigentlich fühlt sie eher wie Ben. Was für alle drei wie ein Spiel beginnt, wird für Ben eine Reise zu seinen größten Ängsten, in Abgründe, aus denen er allein nicht mehr herausfinden wird.
10 Jahre Hörfilm auf der Berlinale
1999 hat die Deutsche Hörfilm gGmbH die ersten Hörfilme der Berlinale auf den Weg gebracht. Wim Wenders Musikfilm „Buena Vista Social Club“ und der Kinderfilm „Pünktchen und Anton“ waren für blinde und sehbehinderte Menschen die erste Gelegenheit, das Filmerlebnis eines großen Festivals zu genießen.
Seither bieten wir jährlich Hörfilme bei der Berlinale an. Zu den Highlights zählen
10 Jahre Hörfilm bei der Berlinale – das möchten wir mit allen unseren Freunden und Förderern gemeinsam feiern. Mehr dazu finden Sie unter "Aktuelles"!
Hörfilmfassung des Dokumentarfilms "Blindsight"
Seit
dem 10. Januar läuft der englische Dokumentarfilm "Blindsight"
von Lucy Walker in den deutschen Kinos. "Blindsight" begleitet sechs
blinde tibetanische Teenager bei der Besteigung des größten Bergmassivs
der Welt, des Himalajas.
Die Audiodeskription wurde produziert von der Deutschen Hörfilm gemeinnützige GmbH mit freundlicher Unterstützung des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes.
Klicken Sie hier, um zu Detailinformationen und zur Kinoliste zu gelangen.
Internationale Filmfestspiele Berlin
Seit 1999 bietet die Deutsche Hörfilm gGmbH jährlich Audiodeskription
für zwei Aufführungen des regulären Berlinale-Programms an. Es
werden stets ein Film des Wettbewerbs und ein Film des Kinderfilmfestes mit
optionalen akustischen Bildbeschreibungen für Blinde und Sehbehinderte
aufgeführt. Die sehenden Zuschauer verfolgen eine ganz normale Kinovorstellung,
der Filmton kommt wie gewohnt über die Saallautsprecher. Die Audiodeskription
bleibt ihnen verborgen, sie ist nur über kabellose Kopfhörer zu empfangen.
Die nichtsehenden Festival-Besucher hören also beides: Filmton aus dem
Saal, Filmbeschreibung zusätzlich aus dem Kopfhörer. So wird aus einer
ganz normalen Kinovorstellung eine barrierefreie, integrative Veranstaltung.
Berlinale 1999
Berlinale 2000
Berlinale 2001
Berlinale 2002
Berlinale 2003
Berlinale 2004
Berlinale 2005
Berlinale 2006
Berlinale 2007
Berlinale 2008
Berlinale
2008: Eröffnungsfilm
SHINE A LIGHT mit Audiodeskription
Zur Berlinale 2008 bietet die Deutsche Hörfilm gemeinnützige GmbH in diesem Jahr Audiodeskription für den Eröffnungsfilm des Wettbewerbs an:
SHINE
A LIGHT
Besser als ein Konzertbesuch: Die Rolling Stones live in New York, gefilmt von
Oscar-Preisträger Martin Scorsese.
Im Herbst 2006 geben die Rolling Stones zwei Konzerte im New Yorker Beacon Theatre. In der fast intimen Atmosphäre des alten Theaters wird noch einmal klar, warum Mick Jagger, Keith Richards, Ron Wood und Charlie Watts als Legenden gelten. Vor einem begeisterten Publikum, zu dem auch Hillary und Bill Clinton gehören, performen die Stones ihre Welthits ebenso wie weniger bekannte Songs. Gastauftritte von Christina Aguilera, der Blues-Legende Buddy Guy und Jack White (White Stripes) machen den Abend unvergesslich.
Nach seinem Oscar für Departed schwenkt Regisseur Martin Scorsese die Kameras auf die erfolgreichste Rockband der Welt: die Rolling Stones. Sein Film SHINE A LIGHT ist aber nicht nur eine Meisterleistung als Regisseur. Auch vermittelt eine brillante Tonspur das Gefühl, als stünde man mittendrin. SHINE A LIGHT ist damit besser als jeder Konzertbesuch.
Audiodeskription am Freitag, dem
08.02.2008, um 18.30 in der Urania
(An der Urania 17, 10787 Berlin, U-Wittenbergplatz)
Tickets: 8,- € / Kopfhörer kostenlos
Karten- und Kopfhörerbestellungen unter 030 - 23 55 73 40 / service@hoerfilm.de
Karten und Kopfhörer können vor der Veranstaltung ab 17.00h am Stand der DHG im Foyer der Urania abgeholt werden.
Die Audiodeskription wird produziert von der Deutschen Hörfilm gemeinnützige GmbH mit freundlicher Unterstützung der Funke-Stiftung, der IDK, Kinowelt und Sennheiser.
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Berlinale 2007
/ Filme mit Audiodeskription Berlinale-Wettbewerb:
"Die Fälscher" Berlinale-Retrospektive:
"Blind Husbands - Die Rache der Berge" |
Die Deutsche Hörfilm gGmbH bietet Ihnen in diesem Jahr wieder Audiodeskription für zwei Filme der Berlinale an:
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Berlinale-Wettbewerb Ort: Urania (An der
Urania 17), U-Bahnhof Wittenbergplatz Karten und Kopfhörer können bis zum 07.02.2007 bestellt werden unter Tel. 23 55 73 40 bzw. service@hoerfilm.de. Bitte lassen Sie sich Ihre Reservierung bestätigen. |
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Berlinale-Retrospektive Der amerikanische Arzt Armstrong macht mit seiner Frau Urlaub in den Dolomiten. Bald stellt der Offizier und Frauenheld Streuben der vernachlässigten Arztgattin nach, gleichzeitig turtelt er mit dem Dienstmädchen des Hotels ... Cinemaxx Potsdamer
Platz, Kino 8 (Potsdamer Straße 5), |
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Berlinale 2006
/ Filme mit Audiodeskription Kinderfilmfest:
"Der Räuber Hotzenplotz" Wettbewerb: "Requiem" |
Die 56. Internationalen Filmfestspiele Berlin waren für die Deutsche Hörfilm gGmbH (DHG) ein voller Erfolg: zu den Vorstellungen von "Der Räuber Hotzenplotz" und "Requiem" mit Audiodeskription begrüßten wir über 300 blinde und sehbehinderte Besucher, ein Zuschauerrekord für die Hörfilme auf der Berlinale. Der große Andrang und die überaus positive Resonanz sind Bestätigung und Ansporn für unser Projekt "Audiodeskription im Kino".
Die
Welt-Uraufführung von "Der Räuber Hotzenplotz" am
12.2.2006 zog 180 Hörfilm-Freunde in den mit insgesamt über eintausend
Zuschauern vollbesetzten großen Saal des Zoo Palasts. Viele blinde und
sehbehinderte Kinder waren mit ihren Eltern gekommen, aber auch viele Erwachsene
wollten sich die erste der beiden Hörfilm-Aufführungen der 56. Berlinale
nicht entgehen lassen.
Die Hauptdarsteller des Films, Armin Rohde, Rufus Beck, Katharina Thalbach und
Piet Klocke, schrieben fleißig Autogramme, fast ebenso begehrt waren die
Überraschungsbeutel, die von der DHG an die blinden und sehbehinderten
Kinder verteilt wurden. Die mussten dann aber zügig in den Saal, denn bei
dieser Aufführung fing die Audiodeskription erstmals noch vor dem Start
des Films an. Die zwei Kinder lasen ausführliche Beschreibungen der wichtigsten
Charaktere des Films vor, damit sich alle schon mal ein Bild vom Aussehen des
Räubers, des Zauberers, des Wachtmeisters und der anderen Figuren machen
konnten. Anschließend freuten sich blinde und sehende Zuschauer zusammen
über die gelungene Verfilmung der Bücher von Otfried Preußler.
Bereits einige Tage vor
der Welt-Uraufführung von "Der Räuber Hotzenplotz" konnten
40 Schülerinnen und Schüler der Johann-August-Zeune-Schule für
Blinde in Berlin erste Ausschnitte des Films und der Audiodeskription erleben.
Wir besuchten sie in der Aula ihrer Schule um vorab zu erfahren, wie die Bildbeschreibungen
beim Publikum ankommen. Die Schülerinnen und Schüler sahen einige
Szenen aus dem Film, die Bildbeschreibungen wurden live in die Dialogpausen
eingesprochen.
Nach den einzelnen Szenen meldeten die Kinder sich mit Fragen und Wünschen.
"Was ist ein Bollerwagen" war eine der auftauchenden Fragen, und "Wie
lang genau sind die langen Haare des Zauberers?" Eindrücke wurden
gesammelt, verglichen, Änderungen wurden ausprobiert. Viele wichtige Hinweise
und Anregungen kamen so zusammen, die in die Endredaktion des Textes eingeflossen
sind. Bei der großen Premiere des Films konnten alle Kinder hören,
wie ihre Wünsche umgesetzt worden waren.
Im
zweiten Hörfilm der diesjährigen Berlinale, dem Wettbewerbsbeitrag
"Requiem" von Hans-Christian Schmid, konnten die Zuschauer
einen der später ausgezeichneten Filme erleben: Hauptdarstellerin Sandra
Hüller bekam für ihre künstlerische Leistung in dem Drama um
eine Teufelsaustreibung den Silbernen Bären. Auch bei dieser Vorstellung
wurden die blinden und sehbehinderten Besucher schon vor Beginn des Films auf
das Kommende eingestimmt: Vor dem Film waren über Kopfhörer kurze
Profile der Hauptdarsteller und ein Text des Drehbuchautors Bernd Lange zur
Entstehung des Films zu hören. Mit diesem Hintergrundwissen bestens vorbereitet
erlebten die 140 Hörfilm-Zuschauer anschließend ein packendes Kino-Ereignis.
Innovationspreis der Beauftragten für Kultur und Medien an die Deutsche
Hörfilm gGmbH
Kulturstaatsministerin Christina Weiss zeichnet DHG-Projekt "Audiodeskription
im Kino" aus
Am 4. November 2004 verlieh Kulturstaatsministerin Christina Weiss der Deutschen Hörfilm gGmbH (DHG) den Innovationspreis der Filmförderung für das DHG-Projekt "Audiodeskription im Kino".
Ziel des Projektes ist es, blinden und sehbehinderten Menschen einen Zugang zu der ihnen bislang verschlossenen Bilderwelt des Kinos zu bieten. Der Einsatz digitaler Projektionstechniken wird es ermöglichen ein regelmäßiges Angebot an Filmen mit Audiodeskription im Kino zu etablieren.
Die im Rahmen des DHG-Projekts "Audiodeskription im Kino" zwischen dem 01.11. und 21.11. 2004 veranstaltete Hörfilm-Tour des preisgekrönten Kinderfilms "Die Blindgänger" belegte die große Nachfrage von Blinden und Sehbehinderten nach einem barrierefreien Kinoangebot. Hier wurde erstmals ein Film in namhaftem Umfang für Nichtsehende im Kino zugänglich gemacht, die 42 Audiodeskriptions-Aufführungen zogen insgesamt 2.953 Besucher an.
Die DHG bietet seit 1999
Audiodeskription bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin an. Seither
besuchen jährlich mehr Zuschauer die zwei Hörfilm-Aufführungen
des Festivals. Dabei handelt es sich um reguläre Berlinale-Vorstellungen,
wobei die blinden und sehbehinderten Besucher die Audiodeskription über
kabellose Kopfhörer hören. Auf diese Weise wird der Kinobesuch zu
einer integrativen Veranstaltung, die von Sehenden und Nichtsehenden unabhängig
voneinander genossen wird.
Zur Berlinale 2004 wurde erstmals eine digitale Zusatztechnik vorgestellt, die
die akustischen Bildbeschreibungen mit einer 35mm-Projektion synchronisiert
(Dolby Screen Talk). Die digitale Projektion wird dieses Verfahren deutlich
vereinfachen: die Audiodeskription kann dann - neben den Untertiteln des Films
- direkt in den Datenstrom des Films eingebunden und wird so ins Kino geliefert
werden. Der Kinobetreiber kann dann zu jeder Aufführung eine optionale
Audiodeskription anbieten, die auf kabellosen Kopfhörern im Saal zu empfangen
ist.
Hörfilm-Kino-Tour
: "Die Blindgänger"
Kinderfilm mit Audiodeskription für blinde und sehbehinderte Kinobesucher
Die Besucherzahlen der Hörfilm-Kino-Tour "Die Blindgänger" konkretisierten erstmals das Interesse der neuen Zielgruppe der Blinden und Sehbehinderten am Kino. In 42 blindengerechten Vorstellungen in 24 Städten erlebten insgesamt 2.953 Zuschauer den Film "Die Blindgänger" mit Audiodeskription. Die Bildbeschreibungen wurden auf kabellose Kopfhörer übertragen (Dolby-Screen-Talk). Wegen der großen Nachfrage wurden weitere Hörfilm-Aufführungen mit offener Audiodeskription (Übertragung über die Saallautsprecher) veranstaltet.
Die Hörfilm-Tour des Films lief vom 01.11.- 21.11. 2004.
Das Projekt "Audiodeskription im Kino" der DHG wurde am 4.11. 2004 mit dem Innovationspreis der Beauftragten für Kultur und Medien ausgezeichnet.
Bereits zur Weltpremiere bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin 2004 wurde der Film mit Audiodeskription von der DHG zur Aufführung gebracht.
Die Hörfilm-Kino-Tour
des Films "Die Blindgänger" wurde unterstützt von:
- Dolby
- Johannes und Elsbeth Gottwald-Stiftung
- Kinderfilm GmbH
- Der Rundfunkbeauftragte der EKD
- ZDF
Informationen zum Film
"Kinder brauchen Filme wie "Die Blindgänger":
sensibel, präzise, nah am Leben und Mut machend."
(Bernd Merz, Rundfunkbeauftragter der EKD)
"Die Blindgänger"
D 2003, 88 Min., Regie: Bernd Sahling
Darsteller: Ricarda Ramünke, Maria Rother, Dominique Horwitz u.a.
Produktion: Kinderfilm GmbH mit dem ZDF

Inhalt: Marie und Inga,
beide 13 Jahre alt, sind seit langem beste Freundinnen. Wie alle Mädchen
ihres Alters habe sie die üblichen Probleme: Jungs, Aussehen, Lehrer...
Nur in einer Beziehung unterscheiden sie sich völlig von den anderen: Marie
und Inga sind blind. Sie leben im Internat einer Schule für Sehbehinderte
mit erweiterter Musikausbildung. Beide lieben die Musik, Marie spielt Gitarre,
Inga Saxophon.
Die beiden sind Feuer und Flamme, als sie erfahren, dass eine Schülerband
aus der Stadt Verstärkung für einen Fernseh-Wettbewerb sucht. Die
Jungs aus der Band finden zwar, dass die blinden Mädchen klasse spielen,
halten sie aber für nicht fernsehtauglich.
Das Leben der beiden Freundinnen wird auf den Kopf gestellt, als Marie den jungen
Russlanddeutschen Herbert kennen lernt, der zurück nach Kasachstan will.
Marie versteckt den von der Polizei gesuchten Jungen im Internat und verliebt
sich zum ersten Mal ....
Auszeichnungen:
- Deutscher Filmpreis in Gold 2004 in der Kategorie "Bester Kinder- und Jugendfilm"
- Hauptpreis des Internationalen
Kinderfilmfestivals Zlin 2004
Aus der Begründung der Jury:
"In fesselnden Bildern von tiefer symbolischer Bedeutung lernt der Zuschauer
die Welt der Blinden kennen. Ein Schutz und Unterkunft suchender Immigrantenjunge
erhält Hilfe von einem blinden Mädchen und sie lernen jeweils das
Leben des anderen kennen. Der Film besticht durch seinen wunderbaren Sinn für
Humor und driftet zu keinem Moment ins Sentimentale ab. Herausragend künstlerisch
gestaltet, vermittelt der Film gleichzeitig eine zutiefst menschliche Botschaft."
- "Lobende Erwähnung"
der Internationalen Jury des 27. Kinderfilmfestes, Berlinale 2004
Aus der Begründung der Jury:
"Vom ersten Bild an werden wir in diesem Film an einen Ort geführt,
an dem ganz andere Bedingungen gelten. Und dennoch ist das Wesentliche gleich
geblieben: Das Bedürfnis, jemanden zu haben, den man liebt. Dies zeigt
der Film in emotionaler Ehrlichkeit und durch Schauspieler, deren Handeln bis
ins tiefste Innere wahrhaftig ist."
- "Lobende Erwähnung"
der Kinderjury des 27. Kinderfilmfestes, Berlinale 2004
Aus der Begründung der Jury:
"Das Thema des Films hat uns in eine unbekannte Welt hineingeführt.
Mit Humor und Ernsthaftigkeit brachten uns die Schauspieler den abenteuerlichen
Alltag von Menschen nahe, die sich von Äußerlichkeiten nicht blenden
lassen."
Der Regisseur Bernd Sahling hat über Jahre als Dokumentarfilmer ein blindes Mädchen begleitet und hier Erfahrungen gesammelt, die ihm bei der ungewöhnlichen Machart des Filmes nutzten. An allen Blindenschulen in Deutschland haben Sahling und seine Crew nach den passenden Schauspielern gesucht. Über 300 Kinder haben Sie gecastet und sind fündig geworden.
Interview mit Regisseur
Bernd Sahling (Auszug)
Die Darsteller sind wie die Figuren im Film - Marie, Inga und Daniel - stark
sehbehindert. Welche Idee steckte dahinter, auch Blinde als Darsteller zu gewinnen?
"Das war von Anfang an vorgesehen. Ich glaube, dass das gar nicht anders
geht. Sehende Kinder könnten zwar so tun, als seien sie blind, doch sie
wären damit überfordert."
Wie lief eigentlich der Dreh: Haben die Mädchen Sie vielleicht auch korrigiert
oder kritisiert, weil ihnen der Stoff oder die Dialoge nicht gefallen haben?
"Es ist uns in der Vorbereitung oder beim Dreh oft passiert, dass wir uns
korrigieren mussten. Beispielsweise wenn vorgesehen war, so jetzt geht der Lehrer
an die Tafel und schreibt eine Aufgabe an. Das ist natürlich Quatsch. So
etwas passiert uns als Sehenden immer wieder. Deswegen hatten wir viele Blinde
als Berater, meine langjährige Dokumentarfilmheldin Anne Günther zum
Beispiel. Die hat sich das Drehbuch mailen lassen und mir erzählt, was
nicht sein kann. Die Darsteller haben auch einige Veränderungen vorgeschlagen.
Wir sind sehr oft darauf eingegangen."
Weitere Informationen bei:
Deutsche Hörfilm gemeinnützige
GmbH
Rungestr. 19
10179 Berlin
Tel +49 30 23 55 73 4-0
Fax +49 30 23 55 73 4-33
info@hoerfilm.de
www.hoerfilm.de