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Kino

Kinofilm "Renn wenn Du kannst" mit Audiodeskription

10 Jahre Hörfilm auf der Berlinale

Hörfilmfassung des Dokumentarfilmes "Blindsight"

Internationale Filmfestspiele Berlin

Hörfilme auf der Berlinale 2008

Innovationspreis BKM für DHG

Hörfilm-Kino-Tour "Die Blindgänger"


Kinofilm "Renn wenn Du kannst" mit Audiodeskription

Premiere in Berlin:
Mittwoch, 28.7.2010, ca. 21.30 Uhr
open air im Sommerkino im Kulturforum am Potsdamer Platz
(mit Kopfhörerservice für blinde und sehbehinderte Besucher)
Unter der Schirmherrschaft von Hubert Hüppe, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen

Aufführungen mit offener Audiodeskription
(alle Besucher der Vorführung hören also die Hörfilmfassung):

  • Marburg, 1.8.2010, 15.00 Uhr, Filmtheater Kammer, Steinweg 4, 35037 Marburg, T. 06421 / 672 69
  • Freiburg, 6.8.2010, 21.00 Uhr, Apollo, Kaiser-Josef-Str. 270, 79098 Freiburg, T. 0761 / 360 31
  • Nürnberg, 8.8.2010, 18.00 Uhr, Cinecitta, Gewerbemuseumsplatz 3, 90403 Nürnberg, T. 0911 / 20 66 60

Infos zum Film „Renn wenn du kannst“

D/A 2009, Drama, 90 Min.
Regie: Dietrich Brüggemann
Buch: Anna Brüggemann, Dietrich Brüggemann
Darsteller: Jörg Bundschuh, Robert Gwisdek, Jacob Matschenz, Anna Brüggemann u.a.

Ben ist schlagfertig, erzählt gern wilde Geschichten und sitzt im Rollstuhl. Seine Traumfrau ist wunderschön, sie radelt jeden Tag an Bens Wohnung vorbei und hat einen Cellokasten auf dem Rücken. Doch weil solche Mädchen sich nie im Leben in Rollstuhlfahrer verlieben, kommt die Liebe für Ben nicht in Frage. Das erklärt er zumindest seinem Zivi Christian, den er mit Vorliebe durch die Gegend scheucht.

Christian ist ein netter Typ, der das Leben leicht nimmt. Die beiden Jungs werden schnell Freunde. Bis eines Tages die junge Cellistin Annika in ihr Leben tritt und beide sich in sie verlieben. Ihre Freundschaft wird auf eine harte Probe gestellt.

Annika kann sich nicht entscheiden. Sie mag Christian und seine Verspieltheit, aber eigentlich fühlt sie eher wie Ben. Was für alle drei wie ein Spiel beginnt, wird für Ben eine Reise zu seinen größten Ängsten, in Abgründe, aus denen er allein nicht mehr herausfinden wird.


10 Jahre Hörfilm auf der Berlinale

1999 hat die Deutsche Hörfilm gGmbH die ersten Hörfilme der Berlinale auf den Weg gebracht. Wim Wenders Musikfilm „Buena Vista Social Club“ und der Kinderfilm „Pünktchen und Anton“ waren für blinde und sehbehinderte Menschen die erste Gelegenheit, das Filmerlebnis eines großen Festivals zu genießen.

Seither bieten wir jährlich Hörfilme bei der Berlinale an. Zu den Highlights zählen

  • Buena Vista Social Club (Deutschland/Kuba 1998, R: Wim Wenders)
  • Die Farben des Paradieses (Iran 1999, R: Majid Majidi)
  • Die Stille nach dem Schuss (Deutschland 2000, R: Volker Schlöndorf)
  • Halbe Treppe (Deutschland 2001, R: Andreas Dresen)
  • Lichter (Deutschland 2002, R: Hans Christian Schmid)
  • Sophie Scholl – Die letzten Tage (Deutschland 2005, R: Marc Rothemund)
  • Requiem (Deutschland 2005, R: Hans-Christian Schmid)
  • Der Räuber Hotzenplotz (Deutschland 2006, R: Gernot Roll)
  • Die Fälscher (Deutschland/Österreich 2006, R: S. Ruzowitzky)
  • Blind Husbands – Die Rache der Berge (USA 1919, R: Erich von Stroheim)
  • Shine A Light (USA 2007, R: Martin Scorsese)

10 Jahre Hörfilm bei der Berlinale – das möchten wir mit allen unseren Freunden und Förderern gemeinsam feiern. Mehr dazu finden Sie unter "Aktuelles"!

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Hörfilmfassung des Dokumentarfilms "Blindsight"

Filmplakat BlindsightSeit dem 10. Januar läuft der englische Dokumentarfilm "Blindsight" von Lucy Walker in den deutschen Kinos. "Blindsight" begleitet sechs blinde tibetanische Teenager bei der Besteigung des größten Bergmassivs der Welt, des Himalajas.

Die Audiodeskription wurde produziert von der Deutschen Hörfilm gemeinnützige GmbH mit freundlicher Unterstützung des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes.

 

Klicken Sie hier, um zu Detailinformationen und zur Kinoliste zu gelangen.

 

 


 

 

Internationale Filmfestspiele Berlin


Seit 1999 bietet die Deutsche Hörfilm gGmbH jährlich Audiodeskription für zwei Aufführungen des regulären Berlinale-Programms an. Es werden stets ein Film des Wettbewerbs und ein Film des Kinderfilmfestes mit optionalen akustischen Bildbeschreibungen für Blinde und Sehbehinderte aufgeführt. Die sehenden Zuschauer verfolgen eine ganz normale Kinovorstellung, der Filmton kommt wie gewohnt über die Saallautsprecher. Die Audiodeskription bleibt ihnen verborgen, sie ist nur über kabellose Kopfhörer zu empfangen. Die nichtsehenden Festival-Besucher hören also beides: Filmton aus dem Saal, Filmbeschreibung zusätzlich aus dem Kopfhörer. So wird aus einer ganz normalen Kinovorstellung eine barrierefreie, integrative Veranstaltung.

Berlinale 1999

  • Buena Vista Social Club (D/Kuba 1998, R: Wim Wenders)
  • Pünktchen und Anton (D 1998, R: Caroline Link)


Berlinale 2000

  • Die Farbe des Paradieses (Iran 1999, R: Majid Majidi)
  • Die Stille nach dem Schuss (D 2000, R: Volker Schlöndorf)


Berlinale 2001

  • Der Mistkerl (D 2000, R: Andrea Katzenberger)


Berlinale 2002

  • Halbe Treppe (D 2001, R: Andreas Dresen)
  • Hilfe, ich bin ein Junge (D 2001, R: Oliver Dommengot)


Berlinale 2003

  • Der zehnte Sommer (D 2002, R: Jörg Grünler)
  • Lichter (D 2002, R: Hans Christian Schmid)


Berlinale 2004

  • Die Blindgänger (D 2004, R: Bernd Sahling)
  • Jargo (D 2004, R: Maria Solrun Sigurdadottir)
  • Die Nacht singt ihre Lieder (D 2004, R: Romuald Karmakar)


Berlinale 2005

  • Sophie Scholl - die letzten Tage (D 2005, R: Marc Rothemund)
  • Netto (D 2005, R: Robert Thalheim)


Berlinale 2006

  • Requiem (D 2005, R: Hans-Christian Schmid)
  • Der Räuber Hotzenplotz (D 2006, R: Gernot Roll)


Berlinale 2007

  • Die Fälscher (D/AUT 2006, R: S. Ruzowitzky)
  • Blind Husbands - Die Rache der Berge (USA 1919, R: Erich von Stroheim)

 

Berlinale 2008

  • Shine a Light (USA 2007, R: Martin Scorsese)

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Berlinale 2008: Eröffnungsfilm SHINE A LIGHT mit Audiodeskription

Zur Berlinale 2008 bietet die Deutsche Hörfilm gemeinnützige GmbH in diesem Jahr Audiodeskription für den Eröffnungsfilm des Wettbewerbs an:

 

SHINE A LIGHT
Besser als ein Konzertbesuch: Die Rolling Stones live in New York, gefilmt von Oscar-Preisträger Martin Scorsese.

Im Herbst 2006 geben die Rolling Stones zwei Konzerte im New Yorker Beacon Theatre. In der fast intimen Atmosphäre des alten Theaters wird noch einmal klar, warum Mick Jagger, Keith Richards, Ron Wood und Charlie Watts als Legenden gelten. Vor einem begeisterten Publikum, zu dem auch Hillary und Bill Clinton gehören, performen die Stones ihre Welthits ebenso wie weniger bekannte Songs. Gastauftritte von Christina Aguilera, der Blues-Legende Buddy Guy und Jack White („White Stripes“) machen den Abend unvergesslich.

Nach seinem Oscar für „Departed“ schwenkt Regisseur Martin Scorsese die Kameras auf die erfolgreichste Rockband der Welt: die Rolling Stones. Sein Film SHINE A LIGHT ist aber nicht nur eine Meisterleistung als Regisseur. Auch vermittelt eine brillante Tonspur das Gefühl, als stünde man mittendrin. SHINE A LIGHT ist damit besser als jeder Konzertbesuch.

Audiodeskription am Freitag, dem 08.02.2008, um 18.30 in der „Urania“
(An der Urania 17, 10787 Berlin, U-Wittenbergplatz)
Tickets: 8,- € / Kopfhörer kostenlos
Karten- und Kopfhörerbestellungen unter 030 - 23 55 73 40 / service@hoerfilm.de

Karten und Kopfhörer können vor der Veranstaltung ab 17.00h am Stand der DHG im Foyer der „Urania“ abgeholt werden.

Die Audiodeskription wird produziert von der Deutschen Hörfilm gemeinnützige GmbH mit freundlicher Unterstützung der Funke-Stiftung, der IDK, Kinowelt und Sennheiser.

 


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Berlinale 2007 / Filme mit Audiodeskription

Berlinale-Wettbewerb: "Die Fälscher"
(Deutschland/Österreich 2006, Regie: S. Ruzowitzky)

Berlinale-Retrospektive: "Blind Husbands - Die Rache der Berge"
(USA 1919, Regie: Erich von Stroheim)

Die Deutsche Hörfilm gGmbH bietet Ihnen in diesem Jahr wieder Audiodeskription für zwei Filme der Berlinale an:

 

Berlinale-Wettbewerb
Sonntag, 11. Februar, 12.00 Uhr, Urania
"Die Fälscher" (Regie: S. Ruzowitzky, Deutschland/Österreich 2006)
Der Geldfälscher Salomon lebt ein leichtes Leben zwischen Ganoven und schönen Frauen, bis die Nazis ihn ins KZ Sachsenhausen werfen und dort zum Kopf der "Aktion Bernhard" machen - der größten Geldfälscheraktion aller Zeiten. Nach einer wahren Geschichte.
Die Audiodeskription wird realisiert mit freundlicher Unterstützung des ZDF.

Mehr zum Inhalt

Ort: Urania (An der Urania 17), U-Bahnhof Wittenbergplatz
Eintritt: 7,- €

Karten und Kopfhörer können bis zum 07.02.2007 bestellt werden unter Tel. 23 55 73 40 bzw. service@hoerfilm.de. Bitte lassen Sie sich Ihre Reservierung bestätigen.

 

 

Berlinale-Retrospektive
Montag, 12. Februar, 17.30 Uhr, Cinemaxx Potsdamer Platz
"Blind Husbands - Die Rache der Berge" (R: Erich von Stroheim, USA 1919)
Stummfilm mit Live-Musikbegleitung. Am Klavier: Günter A. Buchwald

Der amerikanische Arzt Armstrong macht mit seiner Frau Urlaub in den Dolomiten. Bald stellt der Offizier und Frauenheld Streuben der vernachlässigten Arztgattin nach, gleichzeitig turtelt er mit dem Dienstmädchen des Hotels ...

Mehr zum Inhalt

Cinemaxx Potsdamer Platz, Kino 8 (Potsdamer Straße 5),
U- und S-Bahnhof Potsdamer Platz
Eintritt: 6,- €
Karten und Kopfhörer können bis zum 08.02.2007 bestellt werden unter Tel. 23 55 73 40 bzw. service@hoerfilm.de. Bitte lassen Sie sich Ihre Reservierung bestätigen.



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Berlinale 2006 / Filme mit Audiodeskription

Kinderfilmfest: "Der Räuber Hotzenplotz"
D 2006, Regie: Gernot Roll

Wettbewerb: "Requiem"
D 2005, Regie: Hans-Christian Schmid




Blinde auf dem roten Teppich - Rückschau auf die Hörfilme der Berlinale 2006

Die 56. Internationalen Filmfestspiele Berlin waren für die Deutsche Hörfilm gGmbH (DHG) ein voller Erfolg: zu den Vorstellungen von "Der Räuber Hotzenplotz" und "Requiem" mit Audiodeskription begrüßten wir über 300 blinde und sehbehinderte Besucher, ein Zuschauerrekord für die Hörfilme auf der Berlinale. Der große Andrang und die überaus positive Resonanz sind Bestätigung und Ansporn für unser Projekt "Audiodeskription im Kino".

Die Welt-Uraufführung von "Der Räuber Hotzenplotz" am 12.2.2006 zog 180 Hörfilm-Freunde in den mit insgesamt über eintausend Zuschauern vollbesetzten großen Saal des Zoo Palasts. Viele blinde und sehbehinderte Kinder waren mit ihren Eltern gekommen, aber auch viele Erwachsene wollten sich die erste der beiden Hörfilm-Aufführungen der 56. Berlinale nicht entgehen lassen.

Die Hauptdarsteller des Films, Armin Rohde, Rufus Beck, Katharina Thalbach und Piet Klocke, schrieben fleißig Autogramme, fast ebenso begehrt waren die Überraschungsbeutel, die von der DHG an die blinden und sehbehinderten Kinder verteilt wurden. Die mussten dann aber zügig in den Saal, denn bei dieser Aufführung fing die Audiodeskription erstmals noch vor dem Start des Films an. Die zwei Kinder lasen ausführliche Beschreibungen der wichtigsten Charaktere des Films vor, damit sich alle schon mal ein Bild vom Aussehen des Räubers, des Zauberers, des Wachtmeisters und der anderen Figuren machen konnten. Anschließend freuten sich blinde und sehende Zuschauer zusammen über die gelungene Verfilmung der Bücher von Otfried Preußler.


Bereits einige Tage vor der Welt-Uraufführung von "Der Räuber Hotzenplotz" konnten 40 Schülerinnen und Schüler der Johann-August-Zeune-Schule für Blinde in Berlin erste Ausschnitte des Films und der Audiodeskription erleben. Wir besuchten sie in der Aula ihrer Schule um vorab zu erfahren, wie die Bildbeschreibungen beim Publikum ankommen. Die Schülerinnen und Schüler sahen einige Szenen aus dem Film, die Bildbeschreibungen wurden live in die Dialogpausen eingesprochen.
Nach den einzelnen Szenen meldeten die Kinder sich mit Fragen und Wünschen. "Was ist ein Bollerwagen" war eine der auftauchenden Fragen, und "Wie lang genau sind die langen Haare des Zauberers?" Eindrücke wurden gesammelt, verglichen, Änderungen wurden ausprobiert. Viele wichtige Hinweise und Anregungen kamen so zusammen, die in die Endredaktion des Textes eingeflossen sind. Bei der großen Premiere des Films konnten alle Kinder hören, wie ihre Wünsche umgesetzt worden waren.




Im zweiten Hörfilm der diesjährigen Berlinale, dem Wettbewerbsbeitrag "Requiem" von Hans-Christian Schmid, konnten die Zuschauer einen der später ausgezeichneten Filme erleben: Hauptdarstellerin Sandra Hüller bekam für ihre künstlerische Leistung in dem Drama um eine Teufelsaustreibung den Silbernen Bären. Auch bei dieser Vorstellung wurden die blinden und sehbehinderten Besucher schon vor Beginn des Films auf das Kommende eingestimmt: Vor dem Film waren über Kopfhörer kurze Profile der Hauptdarsteller und ein Text des Drehbuchautors Bernd Lange zur Entstehung des Films zu hören. Mit diesem Hintergrundwissen bestens vorbereitet erlebten die 140 Hörfilm-Zuschauer anschließend ein packendes Kino-Ereignis.




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Innovationspreis der Beauftragten für Kultur und Medien an die Deutsche Hörfilm gGmbH
Kulturstaatsministerin Christina Weiss zeichnet DHG-Projekt "Audiodeskription im Kino" aus

Am 4. November 2004 verlieh Kulturstaatsministerin Christina Weiss der Deutschen Hörfilm gGmbH (DHG) den Innovationspreis der Filmförderung für das DHG-Projekt "Audiodeskription im Kino".

Ziel des Projektes ist es, blinden und sehbehinderten Menschen einen Zugang zu der ihnen bislang verschlossenen Bilderwelt des Kinos zu bieten. Der Einsatz digitaler Projektionstechniken wird es ermöglichen ein regelmäßiges Angebot an Filmen mit Audiodeskription im Kino zu etablieren.

Die im Rahmen des DHG-Projekts "Audiodeskription im Kino" zwischen dem 01.11. und 21.11. 2004 veranstaltete Hörfilm-Tour des preisgekrönten Kinderfilms "Die Blindgänger" belegte die große Nachfrage von Blinden und Sehbehinderten nach einem barrierefreien Kinoangebot. Hier wurde erstmals ein Film in namhaftem Umfang für Nichtsehende im Kino zugänglich gemacht, die 42 Audiodeskriptions-Aufführungen zogen insgesamt 2.953 Besucher an.

Die DHG bietet seit 1999 Audiodeskription bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin an. Seither besuchen jährlich mehr Zuschauer die zwei Hörfilm-Aufführungen des Festivals. Dabei handelt es sich um reguläre Berlinale-Vorstellungen, wobei die blinden und sehbehinderten Besucher die Audiodeskription über kabellose Kopfhörer hören. Auf diese Weise wird der Kinobesuch zu einer integrativen Veranstaltung, die von Sehenden und Nichtsehenden unabhängig voneinander genossen wird.
Zur Berlinale 2004 wurde erstmals eine digitale Zusatztechnik vorgestellt, die die akustischen Bildbeschreibungen mit einer 35mm-Projektion synchronisiert (Dolby Screen Talk). Die digitale Projektion wird dieses Verfahren deutlich vereinfachen: die Audiodeskription kann dann - neben den Untertiteln des Films - direkt in den Datenstrom des Films eingebunden und wird so ins Kino geliefert werden. Der Kinobetreiber kann dann zu jeder Aufführung eine optionale Audiodeskription anbieten, die auf kabellosen Kopfhörern im Saal zu empfangen ist.



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Hörfilm-Kino-Tour : "Die Blindgänger"
Kinderfilm mit Audiodeskription für blinde und sehbehinderte Kinobesucher

Die Besucherzahlen der Hörfilm-Kino-Tour "Die Blindgänger" konkretisierten erstmals das Interesse der neuen Zielgruppe der Blinden und Sehbehinderten am Kino. In 42 blindengerechten Vorstellungen in 24 Städten erlebten insgesamt 2.953 Zuschauer den Film "Die Blindgänger" mit Audiodeskription. Die Bildbeschreibungen wurden auf kabellose Kopfhörer übertragen (Dolby-Screen-Talk). Wegen der großen Nachfrage wurden weitere Hörfilm-Aufführungen mit offener Audiodeskription (Übertragung über die Saallautsprecher) veranstaltet.

Die Hörfilm-Tour des Films lief vom 01.11.- 21.11. 2004.

Das Projekt "Audiodeskription im Kino" der DHG wurde am 4.11. 2004 mit dem Innovationspreis der Beauftragten für Kultur und Medien ausgezeichnet.

Bereits zur Weltpremiere bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin 2004 wurde der Film mit Audiodeskription von der DHG zur Aufführung gebracht.

Die Hörfilm-Kino-Tour des Films "Die Blindgänger" wurde unterstützt von:
- Dolby
- Johannes und Elsbeth Gottwald-Stiftung
- Kinderfilm GmbH
- Der Rundfunkbeauftragte der EKD
- ZDF


Informationen zum Film

"Kinder brauchen Filme wie "Die Blindgänger":
sensibel, präzise, nah am Leben und Mut machend."
(Bernd Merz, Rundfunkbeauftragter der EKD)

"Die Blindgänger"
D 2003, 88 Min., Regie: Bernd Sahling
Darsteller: Ricarda Ramünke, Maria Rother, Dominique Horwitz u.a.
Produktion: Kinderfilm GmbH mit dem ZDF




Inhalt: Marie und Inga, beide 13 Jahre alt, sind seit langem beste Freundinnen. Wie alle Mädchen ihres Alters habe sie die üblichen Probleme: Jungs, Aussehen, Lehrer... Nur in einer Beziehung unterscheiden sie sich völlig von den anderen: Marie und Inga sind blind. Sie leben im Internat einer Schule für Sehbehinderte mit erweiterter Musikausbildung. Beide lieben die Musik, Marie spielt Gitarre, Inga Saxophon.

Die beiden sind Feuer und Flamme, als sie erfahren, dass eine Schülerband aus der Stadt Verstärkung für einen Fernseh-Wettbewerb sucht. Die Jungs aus der Band finden zwar, dass die blinden Mädchen klasse spielen, halten sie aber für nicht fernsehtauglich.

Das Leben der beiden Freundinnen wird auf den Kopf gestellt, als Marie den jungen Russlanddeutschen Herbert kennen lernt, der zurück nach Kasachstan will. Marie versteckt den von der Polizei gesuchten Jungen im Internat und verliebt sich zum ersten Mal ....

Auszeichnungen:

- Deutscher Filmpreis in Gold 2004 in der Kategorie "Bester Kinder- und Jugendfilm"

- Hauptpreis des Internationalen Kinderfilmfestivals Zlin 2004
Aus der Begründung der Jury:
"In fesselnden Bildern von tiefer symbolischer Bedeutung lernt der Zuschauer die Welt der Blinden kennen. Ein Schutz und Unterkunft suchender Immigrantenjunge erhält Hilfe von einem blinden Mädchen und sie lernen jeweils das Leben des anderen kennen. Der Film besticht durch seinen wunderbaren Sinn für Humor und driftet zu keinem Moment ins Sentimentale ab. Herausragend künstlerisch gestaltet, vermittelt der Film gleichzeitig eine zutiefst menschliche Botschaft."

- "Lobende Erwähnung" der Internationalen Jury des 27. Kinderfilmfestes, Berlinale 2004
Aus der Begründung der Jury:
"Vom ersten Bild an werden wir in diesem Film an einen Ort geführt, an dem ganz andere Bedingungen gelten. Und dennoch ist das Wesentliche gleich geblieben: Das Bedürfnis, jemanden zu haben, den man liebt. Dies zeigt der Film in emotionaler Ehrlichkeit und durch Schauspieler, deren Handeln bis ins tiefste Innere wahrhaftig ist."

- "Lobende Erwähnung" der Kinderjury des 27. Kinderfilmfestes, Berlinale 2004
Aus der Begründung der Jury:
"Das Thema des Films hat uns in eine unbekannte Welt hineingeführt. Mit Humor und Ernsthaftigkeit brachten uns die Schauspieler den abenteuerlichen Alltag von Menschen nahe, die sich von Äußerlichkeiten nicht blenden lassen."

Der Regisseur Bernd Sahling hat über Jahre als Dokumentarfilmer ein blindes Mädchen begleitet und hier Erfahrungen gesammelt, die ihm bei der ungewöhnlichen Machart des Filmes nutzten. An allen Blindenschulen in Deutschland haben Sahling und seine Crew nach den passenden Schauspielern gesucht. Über 300 Kinder haben Sie gecastet und sind fündig geworden.

Interview mit Regisseur Bernd Sahling (Auszug)

Die Darsteller sind wie die Figuren im Film - Marie, Inga und Daniel - stark sehbehindert. Welche Idee steckte dahinter, auch Blinde als Darsteller zu gewinnen?
"Das war von Anfang an vorgesehen. Ich glaube, dass das gar nicht anders geht. Sehende Kinder könnten zwar so tun, als seien sie blind, doch sie wären damit überfordert."
Wie lief eigentlich der Dreh: Haben die Mädchen Sie vielleicht auch korrigiert oder kritisiert, weil ihnen der Stoff oder die Dialoge nicht gefallen haben?
"Es ist uns in der Vorbereitung oder beim Dreh oft passiert, dass wir uns korrigieren mussten. Beispielsweise wenn vorgesehen war, so jetzt geht der Lehrer an die Tafel und schreibt eine Aufgabe an. Das ist natürlich Quatsch. So etwas passiert uns als Sehenden immer wieder. Deswegen hatten wir viele Blinde als Berater, meine langjährige Dokumentarfilmheldin Anne Günther zum Beispiel. Die hat sich das Drehbuch mailen lassen und mir erzählt, was nicht sein kann. Die Darsteller haben auch einige Veränderungen vorgeschlagen. Wir sind sehr oft darauf eingegangen."

 


Weitere Informationen bei:

Deutsche Hörfilm gemeinnützige GmbH
Rungestr. 19
10179 Berlin
Tel +49 30 23 55 73 4-0
Fax +49 30 23 55 73 4-33
info@hoerfilm.de
www.hoerfilm.de



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